Überschwemmung im Keller? So sollten Sie reagieren

Wenn der Keller unter Wasser steht, zählt jede Minute – so schützen Sie Ihr Zuhause vor größeren Schäden.
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3 min
Ein überfluteter Keller ist ein Albtraum für viele Hausbesitzer. Ob nach Starkregen, Rohrbruch oder Kanalrückstau – wichtig ist, schnell und richtig zu reagieren. Erfahren Sie, welche Schritte Sie sofort unternehmen sollten, um Schäden zu begrenzen und künftige Überschwemmungen zu vermeiden.
Isabella Walter
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Überschwemmung im Keller? So sollten Sie reagieren

Wenn der Keller unter Wasser steht, zählt jede Minute – so schützen Sie Ihr Zuhause vor größeren Schäden.
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Ein überfluteter Keller ist ein Albtraum für viele Hausbesitzer. Ob nach Starkregen, Rohrbruch oder Kanalrückstau – wichtig ist, schnell und richtig zu reagieren. Erfahren Sie, welche Schritte Sie sofort unternehmen sollten, um Schäden zu begrenzen und künftige Überschwemmungen zu vermeiden.
Isabella Walter
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Ein überfluteter Keller kann plötzlich auftreten – nach einem Starkregen, einem Rohrbruch oder einer verstopften Kanalisation. Ganz gleich, was die Ursache ist: Jetzt heißt es, schnell und besonnen zu handeln. Wasser im Keller kann erhebliche Schäden am Gebäude verursachen, Schimmel begünstigen und im schlimmsten Fall eine Gesundheitsgefahr darstellen. Hier erfahren Sie, wie Sie richtig reagieren, wenn Ihr Keller unter Wasser steht.

Sicherheit hat oberste Priorität

Bevor Sie irgendetwas unternehmen, denken Sie an Ihre eigene Sicherheit. Wasser und Strom sind eine gefährliche Kombination.

  • Strom abschalten: Schalten Sie die Sicherungen für den betroffenen Bereich aus – aber nur, wenn Sie gefahrlos an den Sicherungskasten gelangen. Steht Wasser an Steckdosen oder elektrischen Geräten, betreten Sie den Keller nicht und rufen Sie einen Elektriker oder die Feuerwehr.
  • Kontakt mit dem Wasser vermeiden: Besonders bei Abwasser besteht Infektionsgefahr durch Bakterien und Schadstoffe.
  • Schutzkleidung tragen: Gummistiefel, Handschuhe und gegebenenfalls eine Atemschutzmaske schützen Sie vor Keimen und elektrischen Risiken.

Erst wenn die Sicherheit gewährleistet ist, sollten Sie die Lage genauer prüfen.

Ursache der Überschwemmung finden

Um die richtige Maßnahme zu ergreifen, müssen Sie wissen, woher das Wasser kommt. Häufige Ursachen sind:

  • Starkregen und Rückstau aus der Kanalisation: Wenn die Kanalisation überlastet ist, drückt Abwasser durch Bodenabläufe oder Toiletten in den Keller.
  • Verstopfte oder defekte Leitungen: Abflüsse können blockiert sein, sodass Wasser nicht mehr abfließt.
  • Rohrbruch: Ein geplatztes Wasserrohr kann in kurzer Zeit große Mengen Wasser freisetzen.
  • Grundwasser oder Sickerwasser: Bei hohem Grundwasserspiegel kann Feuchtigkeit durch Wände oder Boden eindringen.

Wenn Sie die Ursache nicht selbst feststellen können, wenden Sie sich an einen Sanitär- oder Kanalbaubetrieb. Diese können mit Kamerasystemen die Leitungen prüfen und den Schaden lokalisieren.

Wasser beseitigen – aber richtig

Sobald kein weiteres Wasser nachläuft, geht es darum, den Keller so schnell wie möglich zu trocknen.

  1. Wasser abpumpen: Nutzen Sie eine Tauchpumpe oder einen Nasssauger. In vielen Städten können Feuerwehr oder Bauhöfe bei größeren Wassermengen helfen.
  2. Gründlich trocknen: Setzen Sie Entfeuchter und Ventilatoren ein. Je schneller die Feuchtigkeit verschwindet, desto geringer ist das Risiko für Schimmelbildung.
  3. Beschädigte Gegenstände entsorgen: Möbel, Textilien oder Kartons, die mit Abwasser in Kontakt gekommen sind, sollten Sie aus hygienischen Gründen wegwerfen.
  4. Reinigen und desinfizieren: Säubern Sie alle betroffenen Flächen mit geeigneten Reinigungs- und Desinfektionsmitteln.

Vergessen Sie nicht, Fotos von den Schäden zu machen, bevor Sie mit der Reinigung beginnen – das ist wichtig für die Versicherung.

Versicherung informieren

In Deutschland decken Wohngebäudeversicherungen Wasserschäden unterschiedlich ab. Schäden durch Rückstau oder Starkregen sind meist nur mit einer Elementarschadenversicherung abgesichert.

  • Melden Sie den Schaden sofort bei Ihrer Versicherung.
  • Dokumentieren Sie alles: Fotos, Uhrzeit der Entdeckung und eine Beschreibung der Ursache.
  • Bewahren Sie Belege für alle Ausgaben auf – etwa für Pumpen, Trocknungsgeräte oder Handwerker.

Die Versicherung schickt in der Regel einen Gutachter, der den Schaden bewertet und das weitere Vorgehen mit Ihnen bespricht.

Zukünftige Überschwemmungen vermeiden

Wenn der Keller wieder trocken ist, sollten Sie Maßnahmen ergreifen, um künftige Schäden zu verhindern. Viele Überschwemmungen lassen sich mit einfachen Mitteln vermeiden:

  • Rückstauklappe installieren: Sie verhindert, dass Abwasser aus der Kanalisation in den Keller zurückfließt.
  • Regenrinnen und Fallrohre reinigen: So kann Regenwasser ungehindert abfließen.
  • Gelände prüfen: Das Erdreich rund ums Haus sollte vom Gebäude weg geneigt sein.
  • Pumpensumpf oder Hebeanlage einbauen: Besonders sinnvoll bei Häusern in tiefer Lage.
  • Regelmäßige Wartung: Lassen Sie Ihre Abwasserleitungen regelmäßig von einem Fachbetrieb überprüfen.

Einmalige Investitionen in den Schutz vor Rückstau und Feuchtigkeit können teure Sanierungen verhindern – und sorgen für ein sicheres Gefühl bei jedem Unwetter.

Ruhe bewahren und systematisch vorgehen

Eine Kellerüberschwemmung ist ärgerlich und belastend, doch mit der richtigen Vorgehensweise lassen sich die Schäden begrenzen. Wichtig ist, ruhig zu bleiben, die Sicherheit zu gewährleisten und professionelle Hilfe einzuschalten, wenn nötig.

Wenn alles wieder trocken ist, nutzen Sie die Gelegenheit, Ihr Haus besser gegen Starkregen und Rückstau zu schützen. So sind Sie beim nächsten Unwetter gut vorbereitet.

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