Verstopfungen nach einer Kanalsanierung vermeiden – die typischen Fehler, die Sie kennen sollten

So bleibt Ihr Abwassersystem nach der Sanierung dauerhaft frei von Verstopfungen
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5 min
Auch nach einer professionellen Kanalsanierung können sich schnell wieder Ablagerungen und Verstopfungen bilden – oft durch kleine, vermeidbare Fehler. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, um Ihr Abwassersystem langfristig funktionsfähig zu halten und teure Nacharbeiten zu vermeiden.
Johannes König
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König

Verstopfungen nach einer Kanalsanierung vermeiden – die typischen Fehler, die Sie kennen sollten

So bleibt Ihr Abwassersystem nach der Sanierung dauerhaft frei von Verstopfungen
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Auch nach einer professionellen Kanalsanierung können sich schnell wieder Ablagerungen und Verstopfungen bilden – oft durch kleine, vermeidbare Fehler. Erfahren Sie, worauf Sie achten sollten, um Ihr Abwassersystem langfristig funktionsfähig zu halten und teure Nacharbeiten zu vermeiden.
Johannes König
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Eine Kanalsanierung ist eine wichtige Investition, die dafür sorgen soll, dass Ihr Abwassersystem viele Jahre zuverlässig funktioniert. Doch selbst nach einer professionellen Sanierung kann es zu Problemen kommen – insbesondere zu Verstopfungen, die häufig auf kleine Fehler in der Nutzung oder Wartung zurückzuführen sind. Mit etwas Wissen und Aufmerksamkeit lassen sich die meisten davon leicht vermeiden. Hier erfahren Sie, welche typischen Fehler Sie kennen sollten – und wie Sie sie verhindern.

1. Fehlende Spülung nach Abschluss der Arbeiten

Nach einer Kanalsanierung können sich Reste von Sand, Mörtel oder kleinen Steinen in den Leitungen befinden. Wenn diese nicht gründlich ausgespült werden, können sie sich ablagern und zu Verstopfungen führen. Bitten Sie daher die ausführende Firma, eine abschließende Spülung und gegebenenfalls eine TV-Inspektion durchzuführen. So stellen Sie sicher, dass die Leitungen wirklich frei sind, bevor sie wieder in Betrieb genommen werden.

2. Falsches Gefälle der Leitungen

Ein häufiger technischer Fehler nach Sanierungen ist ein unpassendes Gefälle der Abwasserrohre. Ist das Gefälle zu gering, fließt das Wasser zu langsam ab, und Feststoffe setzen sich ab. Ist es zu stark, läuft das Wasser zu schnell ab, und Rückstände bleiben zurück. Solche Probleme kann nur ein Fachbetrieb beheben, aber Sie können selbst auf Warnsignale achten: gluckernde Geräusche, langsamer Wasserabfluss oder unangenehme Gerüche sind Hinweise auf ein Gefälleproblem.

3. Unsachgemäße Nutzung des Abflusses

Auch das beste Kanalsystem ist nicht dafür ausgelegt, alles aufzunehmen, was im Haushalt anfällt. Viele Verstopfungen entstehen, weil Dinge in den Abfluss gelangen, die dort nichts zu suchen haben. Gießen Sie kein Fett, keine Essensreste, keinen Kaffeesatz und keine Feuchttücher in Spüle oder Toilette. Fett härtet in den Rohren aus, und Feuchttücher zersetzen sich nicht wie Toilettenpapier – sie verklumpen und bilden Pfropfen. Ein einfaches Sieb im Spülbecken und ein Mülleimer im Bad können hier viel Ärger ersparen.

4. Vernachlässigte Wartung von Schächten und Sinkkästen

Nach einer Sanierung denken viele, das Abwassersystem laufe nun von selbst problemlos. Doch Kontrollschächte und Regenwassereinläufe müssen regelmäßig gereinigt werden. Sand, Blätter und kleine Steine sammeln sich schnell an und behindern den Wasserabfluss. Prüfen Sie die Schächte ein- bis zweimal im Jahr – besonders nach Herbst und Winter – und entfernen Sie Ablagerungen mit einer Schaufel oder einem Nass-/Trockensauger. Wenn Sie eine Rückstauklappe besitzen, sollte auch diese regelmäßig kontrolliert und gereinigt werden, damit sie im Ernstfall zuverlässig schließt.

5. Übersehene Wurzeleinwüchse

Baumwurzeln suchen Feuchtigkeit und können in Rohrverbindungen oder kleine Risse eindringen. Selbst neue Leitungen sind gefährdet, wenn alte Rohrabschnitte im System verbleiben. Wiederkehrende Verstopfungen an derselben Stelle sind ein typisches Anzeichen. Eine TV-Inspektion kann das Problem sichtbar machen, und ein Fachbetrieb kann die Wurzeln entfernen und die Leitungen abdichten, um erneutes Eindringen zu verhindern.

6. Fehlende Nachkontrolle

Eine Kanalsanierung sollte immer mit einer dokumentierten Endkontrolle abgeschlossen werden. Doch auch danach ist eine Nachprüfung nach ein bis zwei Jahren sinnvoll. So lässt sich sicherstellen, dass alles wie geplant funktioniert und sich keine neuen Probleme anbahnen. Viele Fachbetriebe bieten Wartungsverträge an, bei denen das System regelmäßig überprüft wird – eine Investition, die sich langfristig auszahlt.

7. Ignorierte Warnsignale

Langsam ablaufendes Wasser, Blasen im Toilettenbecken oder ein leichter Geruch aus dem Bodenablauf sind keine Kleinigkeiten – sie sind Warnzeichen. Je früher Sie reagieren, desto einfacher lässt sich das Problem beheben. Eine rechtzeitige Reinigung oder Spülung kann verhindern, dass sich eine kleine Ablagerung zu einer teuren Verstopfung entwickelt.

Ein Abwassersystem, das lange hält

Ein dauerhaft funktionierendes Kanalsystem erfordert sowohl fachgerechte Ausführung als auch regelmäßige Aufmerksamkeit. Wenn Sie die typischen Fehler kennen und frühzeitig handeln, vermeiden Sie kostspielige Reparaturen und sorgen dafür, dass Ihre Leitungen viele Jahre problemlos funktionieren. Im Grunde geht es darum, professionelles Handwerk mit gesundem Menschenverstand im Alltag zu verbinden.

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